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FAME

VON MARTIN TROGER //


Er steht im Gang und hört durch alle Türen Sprechen. Das Missverständnis ist, das was er falsch verstanden hat. Sie spricht ganz langsam. Das Fitnesscenter ist auch in der Nacht hell erleuchtet. Die Alarmanlage hat sonst keinen Sinn. Das kann sich niemand vorstellen. Er wird ausgeschlossen. Die Tür ist nicht luftdicht. Er lässt die Rollos runter. Sie schaut von unten rauf und will sich an jemanden erinnern. Es ist deswegen viel zu erledigen. Das Kennwort muss sofort gewechselt werden. Einer schaut zu der Stelle hinter der Tür, wo sich der Lurch immer sammelt. Einer spricht wiederholt von der Zukunft. Alles außer ihre Lippen ist rot gefärbt.

Er hat ihr noch beim Umbau geholfen, dann ist er gegangen. Es ist nichts gefunden worden. Deswegen wird er gehen gelassen. Die Lippen zusammengenäht, die Hände gebunden. Jetzt Anzeige in Todesangst. Sie stiehlt jahrzehntelang, will nach Hause. Der doppelte Spaß erfordert die halbe Anstrengung.

Die preisgesenkte Erzfeindin wohnt im Internat. Sie ist winzig und lässt sich von Zweimetertypen rumtragen. Sie kann jederzeit abbrechen, nur wird sie abgerissen. Es geht runter wo es nicht mehr rauf geht. Warum er das dann macht? Er will Fame, er braucht Fame. Er tut alles für Fame. Er geht als Einziger in das Gebäude. Er schämt sich noch für seine Eltern. Sie muss andere danach fragen, wie sie riecht. Das ist ihr Todesurteil. Er schaut zurück, wirft die Tür ins Schloss. Zu Besuch in seiner Wohnung. Die Schuhe des Priesters mit den eingetrockneten Wachsflecken. Er darf sich nicht zu ihnen an den Tisch setzen.


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