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abgrund

VON SEBASTIAN SAUER //


ab grund bis zur anderen seite und auf dem landweg immer weiter richtung erdrand rinnt der fluß reißt mit sich was mit muss für freiheit und die falschen ziele für den goldenen schuss es verläuft ein klaffender schnitt wie ein axthieb durch die mitte hastig genäht mit 20 stichen nur vorübergehend seh ich wo ich steh da ist keine ruhe unterm schuhwerk und sie wäre sowieso mit füßen zu treten von landsweiler-reden bis neufundland schritte zählen übers wasser gehen und einsehen dass man keine insel ist dass es den perfekten sturm nicht gibt dass das salz am boden liegt und dass alles nur trägt bis die zeile bricht


in der brandung liegen

schöne lügen angespült


ich habe

über dem abgrund ausgeatmet

den atem fallen sehen

abgrundtief

hörte wie er auftraf

nebel aufs trockene meer

viele haben es nie geschmeckt

das salz dieser erde


ich habe danach gelechzt

es ausgeschluchzt

es bleibt

eine suche nach dem grund

nach der letzten schlucht


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