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London

VON ERIC AHRENS //


Zerfledderte Tauben

und Blaulicht, das von goldenen

Zapfhähnen reflektiert wird.

Ich bin hier Tourist und denke:

„Scheiß Touris!“,

weil ich daran gewöhnt bin.

Ab und zu erinnert mich auch was an zu Hause.

Aber da steckt so viel dazwischen.

Ein Lebensgefühl ganz für sich.

Ich versuche es in Fotos einzufangen.

Doch schaue ich sie mir an,

kommt davon nichts rüber.

Stattdessen lande ich selbst

auf etlichen Schnappschüssen

und auf Selfies als Komparse

im Hintergrund.

Der Mund geöffnet vor Staunen

oder gefüllt mit Streetfood.

Die Ohren belegt mit einer Sprache,

die ich nicht von meiner Mutter lernte.

Die Landestradition ist hier

ein Scheißdreck wert,

was mit nur entgegen kommt.

Ich sehe Kirchen, Gemäuer und Ruinen

und vergesse die Namen und Daten

auch gleich wieder.

Der Kontext reicht.

Mich interessiert viel mehr

was auf den Straßen geschieht.

Die Atmosphäre und Dynamik

der Bezirke.

Das soll sich tief in meiner

Erinnerung einbrennen!

Und all diese Gesichter!

Eins beeindruckender

als das Andere.

Gern würde ich Fotos

von ihnen machen.

Aber dass das zu nichts führt

hatten wir ja schon.

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